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Tag 5: Stadtbesichtigung von Auschwitz

von Julia Drilling

Heute machten wir eine Stadtführung, welche von einer jungen Frau aus Deutschland geleitet wurde, sie verbringt ein freiwilliges Jahr im Zentrum für Dialog und Gebet.

Die Führung begann am Schloss der Stadt Oswiecim und führte dann durch die jüdische Gasse an der Vodka-Fabrik Haberfeld vorbei. Am Ende der Gasse steht eine große katholische Kirche, dort steht ein Zitat an einer Hauswand vom Papst Johannes Paul II.:

 

 

 

 

 

 

 

 

„Antisemitismus ist ein Verbrechen gegen Gott und die Menschen“.

Danach folgte der Marktplatz unter dem sich ein Bunker befindet. Dieser fand nach dem zweiten Weltkrieg keinen Gebrauch mehr und wurde dann zu einem Schuhladen umfunktioniert und heute sind dort Ausstellungen durch Glaskästen zu betrachten. Anschließend hatten wir noch eine Führung durch das jüdische Museum, in dem sich die einzige Synagoge der Stadt befindet.

Ich fand es besonders interessant, eine andere Seite der Stadt kennzulernern.

 

 

Eindrücke der nationalen Ausstellung im Stammlager

von Isabell Klotzsch und Lisa Pannhausen

In unterschiedlichen Blocks im Stammlager Auschwitz I stellen Länder, wie Polen, Russland, Tschechien und Belgien, ihre Eindrücke des zweiten Weltkrieges dar. Hierzu beziehen wir uns speziell auf die Länder Belgien, Niederlande und Tschechien.

Dadurch, dass wir die Ausstellung eigenständig erkunden konnten, empfanden wir die Atmosphäre beklemmender, als zuvor bei der Führung mit einem Guide durchs Stammlager.

Unser Wohlbefinden wich in den unterschiedlichen Blocks voneinander ab. Beispielsweise in Tschechien… Dort waren wir die einzigen zwei Besucher, die Ausstellung war dunkel gehalten, plötzlich ertönten eingespielte Stimmen aus Lautsprechern. Wir verließen diesen Block daraufhin ziemlich rasch. Im Block der Niederlande, war es hell gestaltet, ohne Effekte.

Wir können trotzdem nicht davon reden, dass es dort eine angenehme Stimmung war, denn dafür ist der Hintergrund der Thematik zu dunkel.

Kurz etwas zur Konzipierung der Ausstellungen der verschiedenen Länder:

Besonders beeindruckend, empfanden wir den Block der belgischen Ausstellung. Dort war eine Art Labyrinth, gestaltet aus großen Tafeln, bestehend aus Fotos.

 

 

 

In einem anderen Raum fand man diese Tafeln, bedruckt mit unzählige Verordnungen des Militärbefehlshabers „gegen“ die jüdische Bevölkerung vor.

Verordnung der Kennzeichnung der Juden,

vom 27. Mai 1942

-          §1

Juden, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, ist es verboten, sich in der Öffentlichkeit ohne Judenstern zu zeigen.

 

 

Erwähnenswert zu der niederländischen Ausstellung ist, dass sich diese mit den Lebensgeschichten und Schicksalen einiger niederländischer Familien auseinander setzt. Wir sahen Fotogalerien, Dokumente und persönliche Geschichten zu diesen Familien.

 

Wir sind uns einig, dass es einige Zeit benötigt, um sich über jeden Block, sprich jedes Land mit dessen Bezug zu diesem historischen Ereignis, einen Eindruck zu verschaffen… gerade aufgrund der verschiedenen Arten der Präsentation.

 

 

 

 

 

 

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