Abschlussreflexion 22.10.2017

von Meike Schöps

Zum Abschluss reflektierten wir die vergangenen Tage. Ausgangspunkt waren die Fragen: „Was hat mich, warum berührt? Was nehme ich mit? Hier einige zusammenfassende Eindrücke:

  • Die Haare gehen mir nicht mehr aus dem Kopf.
  • Die vielen Fotos von den Menschen im Stammlager I, die über 6 Millionen Opfer haben ein Gesicht bekommen.
  • Die Bilder und Videos von den Menschen bevor sie ins Konzentrationslager gekommen sind, zeigen, dass sie einfach aus ihrem normalen Leben, was wir auch führen, gerissen worden sind.
  • Die Live-Musik im Restaurant war ein schöner Moment. Ich habe gemerkt, wieviel wir haben im Gegensatz zu früher. Ein Bett, das wir nicht teilen müssen, ein eigenes Bad….
  • Dafür sollten wir dankbar sein.
  • Das Unfassbare ist ein bisschen greifbarer geworden.
  • Die persönlichen Gegenstände – Es ist ein Unterschied, es zu hören oder zu sehen.
  • In der nationalen Ausstellung war ein Holztunnel, am Ende sah mein ein Grab, ich wollte dorthin laufen und beim Betreten des Tunnels hörte ich Kindergeschrei. Ich konnte weggehen, aber die Menschen früher mussten es aushalten.
  • Mich hat die Kinderkleidung berührt. Ich habe an meine Geschwister gedacht und mich gefragt, was würdest du tun, wenn du von deiner Familie getrennt wirst.
  • Der Raum in Birkenau (Anmerkung: Sauna genannt), in dem die Häftlinge sich ausziehen mussten und ihnen die Haare geschoren wurden. Ich verstehe nicht, dass Menschen so hassen konnten und es heute in der Welt immer noch so viel Hass gibt.
  • Als wir an der Wiese in Birkenau waren und Krystina sagte, dass dort überall die Asche der Opfer liegt, wusste ich nicht, wo ich hintreten sollte.
  • In Birkenau sah man die Schiene und die Rampe und durch den Nebel verschwand alles im Nichts.
  • Ich habe in der Liste der Opfer meinen Familiennamen entdeckt und war froh, dass ich nicht die Vornamen meiner engsten Familienmitglieder gelesen habe.

Was nehme ich mit?

  • Das Gefühl durch den Gang mit den vielen Fotos von den Opfern zu laufen.
  • An den Bildern, bevor sie gestorben sind, wird deutlich, dass es immer wieder passieren kann.
  • Der Gedanke, dass ich weiß, es freut sich jemand auf uns, wenn wir nach Hause kommen, macht mich dankbar. Dankbar dafür, dass ich ein zu Hause habe und nicht in dieser Zeit leben muss.
  • Die Wichtigkeit des Themas
  • Das Ausmaß ist unbegreiflich.
  • Man kann es trotzdem nicht so richtig „glauben“, es ist nicht real.
  • Dankbarer im Leben zu sein.
  • Wie schwierig es ist, Widerstand zu leisten.
  • Alles zu tun, damit es nicht wieder passiert.