Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!

Dieser altbekannte Sinnspruch hat für die Schülerinnen der Berufsfachschule Körperpflege im letzten Schuljahr wieder an Bedeutung gewonnen. Sie konnten das im Unterricht Gelernte gleich mehrfach praktisch umsetzen.

Der ersten Herausforderung mussten sie sich direkt zu Schuljahresbeginn auf 2 Ausbildungsmessen in Kamp-Lintfort und Moers stellen. Dort betreuten sie den Informationsstand unserer Schule und führten eine professionelle Maniküre durch. Der Andrang war groß und so bekamen sie sofort einen realistischen Eindruck vom Berufsleben.

 

Weiter ging es dann mit dem Styling des Theaterchores Niederrhein in Kevelaer im Februar. Es hieß am Wochenende 55 Damen in 3 Stunden für ihren Bühnenauftritt zu stylen, Make-up und Frisuren eingeschlossen. In der Theatergarderobe ging es zu wie in einem Taubenschlag und die Schülerinnen hatten alle Hände voll zu tun, den Wünschen der Damen gerecht zu werden und einen letzten Blick auf die Gesamtkomposition zu werfen. Trotz der Hektik blieben alle Schülerinnen ruhig und freundlich und meisterten diese Aufgabe mit Bravour und guter Laune. Am Ende des Wochenendes waren sie zwar ziemlich erschöpft aber mit Recht stolz auf ihre Leistung. Die Damen des Chores waren des Lobes voll.

 

Dann folgten weitere Aktionen im sozialen Bereich. Im Mai verwöhnten die Schülerinnen die Bewohnerinnen des Seniorenheimes der AWO-Cura in Rheinhausen mit einer Maniküre. Nach anfänglicher Skepsis der Kundinnen füllte sich der Raum zunehmend und die Seniorinnen genossen es, einmal so richtig verwöhnt zu werden. Am Ende des Nachmittages war man sich einig, das muss unbedingt wiederholt werden. Und so fand im Juni eine zweiter Verwöhnnachmittag statt. Dieses Mal war der Andrang so groß, dass ein größerer Raum dafür her musste. Auch das Behandlungsspektrum wurde erweitert. So kam zur Maniküre noch die Haarpflege und Make-up dazu. Die Damen hatten sichtlich viel Freude daran, sich verschönern zu lassen und warfen immer wieder einen Blick in den Spiegel. Zufrieden und ein bisschen selbstbewusster gingen sie zum anschließenden Kaffeetrinken.

 

Die dritte Aktion dieser Art fand im Heilpädagogischen Zentrum, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, ebenfalls in Rheinhausen, statt. Auch hier umfasste das Angebot das volle Programm: Maniküre, Haarpflege und Make-up. Die Kundinnen freuten sich sehr über das Angebot und konnten gar nicht genug bekommen. Für die Schülerinnen war diese Arbeit eine wertvolle Erfahrung, der sie in jeder Hinsicht gewachsen waren. Sie erfüllten ihre Aufgabe mit viel Empathie und Freude und bewiesen damit eine gute Sozialkompetenz. Belohnt wurden sie dann am Ende mit einem leckeren Imbiss.

 

Wir wünschen ihnen, dass sie sich an diese positiven Erfahrungen immer wieder gern erinnern werden.