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1. Tag 25.03.2015

Der Vormittag – Flug und Anreise von  Kübra Cankaya und Steffi Kraut

Unsere gemeinsame Studienfahrt nach Auschwitz begann heute am Flughafen in Düsseldorf. Nach dem tragischen Absturz einer Germanwings-Maschine am Vortag waren wir alle sehr angespannt. Dennoch gaben einige unserer Reisegefährten den Kamerateams von Funk und Fernsehen bereitwillig Interviews. Schließlich haben dann alle durch aufmunternde Worte in unserer Gruppe den Weg ins Flugzeug gefunden.

Nach dem angespannten Flug waren wir alle froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Erleichtert stiegen wir bei strahlender Sonne aus dem Flugzeug in Katowice aus, tauschten unser Geld, packten unsere Klamotten und freuten uns auf die Ankunft im Gästehaus.
Doch zu früh gefreut, dann kam die Busfahrt…

Die Ankunft – 1. Eindrücke von Sharon Artz und Hanna Kaiser

… die Koffer waren schnell verstaut und alle mussten in den Bus einsteigen, der nicht nur aufgrund der dicken Winterklamotten gefühlte 50°C heiß war. Die nicht funktionierende Klimaanlage war leider auch keine große Hilfe. Plötzlich qualmten nicht nur wir, sondern auch der Bus. Nur der Busfahrer behielt einen kühlen Kopf, mit seinem langen Zopf.

Wer glaubte sich durch die Umgebung ablenken zu können, der irrte. Heruntergekommene Häuser, Brachflächen und vereinzelte Neubauten zieren die Landschaft.

Doch dann der Lichtblick – Das Zentrum für Dialog und Gebet, welches unserer Meinung nach eines der schönsten Gebäude der Stadt ist. Die Lobby wirkte auf den ersten Blick wie die eines gehobenen Hotels, die Zimmer dagegen eher altmodisch und schlicht. Nachdem wir unsere Zimmer erkundet hatten, machten wir uns frisch und waren endlich körperlich angekommen…

Der Abend: Gespräch mit Pfarrer Dr. Manfred Deselears von Meike Schöps

Die mentale Einstimmung folgte nach dem Abendessen. In einem beeindruckenden Vortrag, stimmte uns Pfarrer Dr. Manfred Deselears auf die kommenden Tage in Auschwitz ein.

Fragen wie:

  • Was ist hier passiert?
  • Was hat dieser Ort mit mir zu tun?
  • Wir sind zwar unschuldig, aber was sind wir schuldig?

werden Thema sein.

In seinem Vortrag berichtet er von über einer Millionen Opfer. Wie ist das möglich? Seine Antwort stimmt nachdenklich. Auch für ihn, der seit 25 Jahren in Auschwitz lebt, bleibt es unvorstellbar!

Er wünscht uns, dass der Horror von Auschwitz uns nicht lähmt, sondern uns ermutigt, dafür zu sorgen, dass es sich nicht wiederholt.

Das können wir heute noch nicht sagen, aber ab morgen werden wir intensiv mit dem Ort in einen Dialog treten und wir sind gespannt, was er uns zu erzählen hat.

 

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