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5. Tag 29.03.2015

Der Vormittag – Führung durch die Synagoge in Oswiecim von

Zwar etwas müde aber dennoch gut gelaunt sind wir heute nach Oswiecim gefahren, um die dortige Synagoge zu besuchen. Dort erfuhren wir, wie die Juden im 16. Jahrhundert nach Auschwitz gekommen sind und wie es ihnen während der Besetzung der Deutschen im zweiten Weltkrieg ergangen ist. Die Synagoge ist sehr unscheinbar und sieht von außen nicht wie eine Synagoge aus, was auch der Hauptgrund ist, warum die Synagoge heute noch existiert. Die Nazis nutzten das Gebäude der Synagoge während des Weltkrieges als Munitions- und Waffenlager. Da der Anteil der Juden vor dem zweiten Weltkrieg bei ca. 50% lag, gab es ursprünglich mehrere Synagogen, die jedoch alle im Holocaust zerstört wurden. Heute wird die Synagoge kaum genutzt, da keine Juden mehr in Auschwitz leben. Lediglich anreisende jüdische Gruppen nutzen die Synagoge für Gottesdienste.

Wir fanden die Führung sehr interessant, vor allem weil wir vorher noch nie in einer Synagoge waren, aber auch weil man Auschwitz nicht mehr nur mit dem Konzentrationslager in Verbindung bringt.

Gruppenbild vor der Synagoge

 

Der Vormittag – Führung durch die Stadt Oswiecim von Pia und Phillip

Heute nahmen wir an einer Stadtführung durch Oswiecim teil. Diese wurde von einem jungen Österreicher geleitet, der seit 16 Jahren in Polen lebt und fließend Deutsch sprach. Zur Zeit absolviert er seinen Friedensdienst in der Synagoge und dem Museum in Oswiecim.

Zu Beginn sahen wir das Schloss der Stadt, welches nur noch teilweise vorhanden ist, da es vielen Bränden zum Opfer fiel. Im Anschluss daran besuchten wir einen alten jüdischen Friedhof. Direkt dort konnte man ebenfalls eine sehr eindrucksvolle Kirche betrachten, die zu Zeiten der Besetzung Polens von den Deutschen als Kino und allgemeinen Sammelplatz benutzt wurde. Dort konnten wir ein Graffito betrachten, das im Rahmen eines künstlerischen Festivals an eine Wand gesprüht worden war. Es zeigt den ehemaligen Papst Johannes Paul II, der den Spruch

  

 

 

 

 

 

 

 

 

„Antisemitismus ist ein Verbrechen gegen Gott und die Menschen“ sagt.

Anschließend besuchten wir noch dem Marktplatz, auf dem man durch Vitrinen das alte Fundament der Stadthalle und das eines Bunkers, der erst vor 3 Jahren entfernt wurde, sehen konnte. Dann war die Führung bereits vorbei und wir hatten noch etwas Freizeit bis zur Abfahrt. Im Gegensatz zu den bisherigen Eindrücken, war die Stadt Oswiecim sehr beschaulich und schnuckelig.

 

Oswiecim – ein Leben im Schatten von Auschwitz von Meike Schöps

Rund um das Stammlager Auschwitz I herrscht eine triste und bedrückende Atmosphäre. Immer wieder kam mir die Frage in den Sinn: Wie kann man hier eigentlich wohnen und leben? Die Antwort haben wir heute bei strahlendem Wetter bei der Stadtführung bekommen. Oswiecim ist auch eine schöne Kleinstadt mit einem Schloss, einem Markplatz im Zentrum der Stadt und die Sola lädt zu einem idyllischen Spaziergang entlang des Flusses ein. Die Antwort auf meine Frage geben die Bilder, die ich im Cafè Bergson gefunden habe:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nachmittag: Stammlager Auschwitz I- Nationale Ausstellungen von Jascha und Askhab

Da das Konzentrationslager Ausschwitz mehrere nationale Ausstellungen umfasst, entschieden wir uns aus persönlichen Gründen über den Block 21, der Niederlande zu berichten.

Insgesamt wurden damals 107.000 der 140.000 in den Niederlanden lebenden Juden nach Deutschland ausgeliefert Darunter auch Zeugen Jehovas, politische Gefangene und Sinti & Roma. Es gab nur knapp 5.500 Überlebende. Aufgrund der emotionalen Intensität in Auschwitz, die sich bei uns zeigte, möchten wir uns kurz fassen.

Um sich annähernd vorzustellen, wie viele niederländische Juden ihr Leben verloren haben, fotografierten wir die Wand mit allen 57.000 aufgelisteten Namen der Betroffenen. Als wir die Ausstellung verließen, wussten wir, dass es der letzte Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz sein wird. Dieser Gedanke war sehr erleichternd. Die psychische Last, die wir mit uns trugen, ist somit ein Stück weit von uns abgefallen.

 

Die Auflistung der ermordeten niederländischen Juden scheint endlos.

 

 

 

 

 

 

Der Nachmittag: Stammlager Auschwitz I- Nationale Ausstellungen von Meike Schöps

In der israelischen Ausstellung – Shoah-Block 27 - ist ein Raum dem Gedenken der im Holocaust ermordeten Kinder gewidmet. Die Kinderzeichnungen sprechen für sich

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