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 Bald geht es los!

Vorher: Mittwoch, 13. März 2013

Das Taxi ist bestellt für Montag, 5.00 Uhr. Wir hoffen, dass am Düsseldorfer Flughafen nicht gestreikt wird. Und ansonsten freuen wir uns auf SONNE!

 

Vorher: Freitag, 15. März 2013

Gestern waren in Tel Aviv 37° C! Wie soll man das denn aushalten?! Allerdings weiß man ja noch gar nicht, ob und wie wir am Montag wegkommen, - wo doch in Düsseldorf heute wieder fröhlich gestreikt wird! Immerhin, die skype-Verbindung nächsten Donnerstag ist für die Schule eingerichtet. Wir sind gespannt, ob dann die live-Schaltung aus Jerusalem auch klappt!

 

Dienstag, 19. März 2013

Die Gruppe in der Sonne

Kein Streik, kein Flugzeugabsturz, kein nichts. Allerdings auch kein Essen im Flugzeug, sodass wir mit einem gewissen Hungergefühl in Israel ankommen. Der Empfang durch die Grenzkontrolle ist für einige schon grenzwertig, nicht nur, weil sie ihr Primitiv-Englisch anwenden müssen. Manchen werden auch seltsame Fragen gestellt, die sie nicht beantworten können. Aber wir kommen durch und ab da wird alles schön: das Wetter, die Landschaft, das Essen, die Mittelmeerwellen, der Strand bei Sonnenuntergang, die erste Begegnungrunde mit einer KZ-Überlebenden, die sich der internationalen Jugendbegegnung verschrieben hat. Stimmung: gut. Am Donnerstag wird Herr Obama übrigens auch in Jerusalem sein, - mal sehen, ob wir ihn treffen ;-) - oder ob wir nur gesperrte Straßen antreffen.

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und dann: erst nach Haifa, Bahai-Gärten gucken, und dann den Rest des Tages in Akko auf den Spuren der Kreuzfahrer. Anschließend sind wir rechtschaffen k.o. Das Falaffel Mittagessen tut gut, die Sonne hinterlässt rote Spuren. Abends Fahrt zum See Genezareth (das ist da, wo diverse Leute drauf wandelten...). Erste Mitschülerinnen schwächeln. Lehrerinnen auch. So viele Eindrücke, so viele Informationen, so viel ...    gute Nacht!

 

Mittwoch, 21.3.2013

Was für ein Tag: morgens auf dem Berg der Bergpredigt ('selig sind die Friedensstifter'...), dann Kapernaum, wo Jesus den Simon Petrus zu seinem Jünger macahte. Also wir züchtig und lang bekleidet von einer Kirche zur nächsten! Dann -übrigens bei wunderbarsten sommerlichen Temperaturen- an einer Jordanquelle gewandert, Wasserfälle, Wald und alles einfach superschön. Danach der eher befremdliche Teil des Tages: wir sind an der syrische Grenze, blicken an einem UNO-Lager auf dem israelischen Golan vorbei auf ein Kleinstadt im syrischen Golan, und dann: Donner, Explosionen, Rauch... Grauenhaft, so ein Bürgerkrieg. Zum Glück sind wir sicher, aber trotzdem. Nachdenklich fahren wir zurück zum See Genezareth, in dem wir vor dem Essen noch mal kurz baden gehen. Tag der Gegensätze!

 

Donnerstag, 22.3.2013

Uebers Jordantal sind wir nach Jerusalem gefahren. Ein schoener Nachmittag in der Altstadt. Kurze Kontaktaufnahme per skype mit der AH13. Jetzt sind wir im bestbewachtesten Hotel der welt - die ganzen Polizisten fuer den Obama-Besuch sind hier. Obama hat ein Haus weiter seine weltbewegende Rede gehalten. Spannend. So, morgen Jericho.

 

Freitag, 23.3.2013

Morgens Jericho. Sehr warm, sehr schön. Mit einer Seilbahn geht es über Wüstenberge hinauf zu einem Kloster, das wie mehrere Schwalbennester an die Felswand geklebt ist. Nachmittags um 14 Uhr treffen wir dann in Ramla ein. Nach kurzer Begrüßung werden wir auf die Familien verteilt. Die beiden HGB-Schülerinnen scheinen Glück gehabt zu haben. Frau Wittich wurde irrtümlich für eine Schülerin gehalten und ist jetzt bei einer 16-jährigen Schülerin untergebraht. Dafür hat eine andere Schülerin aus Ramla ihren Eltern nicht gesagt, dass sie für 10 Tage Besuch bekommt. Jetzt springen die Eltern im Dreieck und versuchen die Schülerin von Mercator auf elegante Weise los zu werden, bzw. in einer anderen Familie unter zu bringen... Es ist alles noch in Bewegung. Spannende Angelegenheit, das Ganze. Gleich ist Sabbath. Dann ist Ruhe. Es wird nicht mehr Auto gefahren. Und ansonsten zu Hause gechillt, relaxt, miteinader Fernsehn geguckt... Wir sind alle sehr gespannt.

Sonntag, 24.3.2013

Nach dem Schabbath, wo wirklich absolute Ruhe herrschte, gibt es jetzt wieder Leben in der Stadt. Die ersten Freundschaften sind entstanden. Man war gemeinsam im Park chillen, manche sind mit den Gastschwestern und -brüdern ins Kino gegangen. Als der Schabbath vorbei war, traf sich die ganze Stadt in der Mall, so einer Art Centro Oberhausen. Dafür hat man sich auch richtig aufgebrezelt. Heute dann wurde uns die Stadt Ramla mit ihren Sehenswürdigkeiten vorgestellt: mit einer Bootsfahrt in einer unterirdischen Zisterne aus dem 7. Jahrhundert, einer Moschee, einem uralten Aussichtsturm, und mit einem kleinen Mittagssnak, der auch gereicht hätte, das ganze HGB zu ernähren... Wir müssen hier essen, das hält kein Mensch aus. Gehört aber zur Gastfreundschaft! Die Schülerin von Mercator, deren Gastgeberin sie ihren Eltern nicht angekündigt hatte, ist nun auch gut untergebracht und glücklich, dass jetzt auch die neue Familie mit ihr spricht. Die beiden HGB-Schülerinnen sind sowieso sehr zufrieden. Und das mit dem essen müssen wir noch etwas üben...

Montag, 25.3.2013, kurz vor dem Seder-Abend, dem 'Weihnachten' der Israelis

Heute ein kurzer Tag in einem Wald und 'Erlebnispark', schöne kleine Spielchen, Kräuterpackungen selber machen, Schafherden treiben und so weiter. 2 Gruppen haben die Aufgabe eine Schafherde von einer Ziegenherde zu trennen und beide Herden zu verschiednen Orten zu treiben. Das ist natürlich eine vollkommen neue Herausforderung für uns alle, der wir uns heldenhaft stellen. Wir schaffen es auch!

 

 

 

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Dienstag, 26 Maerz

Sederabend am Pessachfest - in Sachen Essen kommen alle anihre Grenzen. Weihnachten ist nichts dagegen. 7 Tage wird jetzt ohne Pause gefuttert. Aber lecker! Was sonst noch passiert ist kaum zu beschreiben: gemeinsames Lesen der Geschichte vom Auszug aus Aegypten, Tanzen, Singen, und staendig facebook-schreiben. Mit den vielen Kindern spielen, die hier um einen herum sind. Essen.

 

Donnerstag 28. Maerz ungefaehr (langsam verlieren wir den Ueberblick ueber die Tage)

Gestern war ein besonderer Tag: wir waren in Yad Vaschem, der Gedenkstaette fuer den Holocaust. Wir hatten eine gute Fuehrung, aber wir selbst wurden immer stiller. Das ungeheuerlich Grauen ist einfach unfassbar. Da kamen dem ein oder anderen die Traenen. Am Denkmal fuer Janusc Korczak legten wir einen Ramla-Moers Kranz nieder und gedachten selber dessen, was vor 70 Jahren passiert ist. 

Am Abend wurden wir von unseren Gastfamilien freundlich empfangen und zu einer offiziellen *Party* einegalden, wo der Buergermeister von Moers dem Buergermeister von Ramla einen Ehrenring der Stadt Moers ueberreichte. Eine offizielle, aber lockere Veranstaltung. Dazu alle moeglichen Darbietungen von kasachischem Reitertanz bis zu Israel-Pop. Voller Tag!

 

Und heute sollte es dann ein ruhiger Tag werden. Es wurde aber vor allem ein langer Tag: in der Wueste bestiegen wir Helden (ausser Frau Wittich, die keine Heldin ist) den Berg zur Wuestenfestung Massada, die Herodes (der aus der Bibel) mal irgendwann erbauen liess. Anschliessend ging es fuer die meisten auch wieder hinunter: ein echter Gewaltmarsch. Aber danach lockte dann das tote Mweer, das zwar ganz furchtbar schmeckt, aber: man schwimmt tatsaechlich oben! Und bei allem: freundlichstes Wuestenwetter um die 30 C. In Moers soll es schneien - unvorstellbar!

 

Sonntag, 31.Maerz 2013 letzter Tag

Die letzten Tage sind so schnell vergangen, dass man gar nicht mehr nachkommt. Zunaechst besuchen wir Tel Aviv mit dem Museum fuer juedische Geschichte und nach der ganzen Bildung ist Entspannen am Strand angesagt. Dann zum 2. Mal Schabbat in den Familien. Manche gehen den Tag danach ruhig an. Die Schueler machen fast alle Party bei einem der Gasteltern. Es dauert sehr sehr lange... Am naechsten Tag schaffen es nicht alle puenktlich um 8 zum Bus. Wir fahren nach Jerusalem, um die Klagemauer zu sehen. Ein letztes Mal ist Schoppen in Alt-Jerusalem angesagt. Und dann kommt der letzte Abend in den Familien. Der Abschied beginnt. Morgen gibt es nur noch die Heimreise. Die Umstellung auf 30C weniger, als wir jetzt gewohnt sind. Und so mancher freut sich wieder auf deutsches Brot! Wir sind voller Erlebnisse, neu gewonnener Freundschaften und haben viel zu erzaehlen. Bis im Juli in Moers!

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